Gemeinderat Raeren: CSL will Resolution gegen Atomkraft

Die christlich-soziale Opposition (CSL) im Raerener Gemeinderat hat am Donnerstag eine Resolution zur Abschaltung der Atommeiler von Tihange 2 und Doel 3 vorgelegt. Vor gut zwei Wochen hatte ein ähnliches Papier der Christlich-Sozialen im Gemeinderat von Kelmis für Aufregung gesorgt.

Plakat "Tihange abschalten"

In Kelmis hatte die Ecolo-Fraktion, die in der Göhlgemeinde in der Mehrheit sitzt, gegen die Resolution der Opposition und damit auch gegen die Schließung von Tihange 2 und Doel 3 gestimmt. Mit den bekannten Folgen: Die Ecolo-Mandatare legten im Rat ihr Amt nieder. Und auch bei der Gemeinderatssitzung in Raeren blieb die Diskussion nicht aus.

Und ein bisschen erinnerte die Szene im Gemeinderat Raeren schon an die Resolution der CSP Kelmis vor zwei Wochen. Zumal die Mehrheit und Opposition in beiden Gemeinderäten ähnlich verteilt sind. Zur Sprache kam der Kelmiser Vorfall allerdings nicht. Stattdessen stritten sich CSL und Mehrheit um eine Vertagung der Resolution.

Laut Bürgermeister Hans-Dieter Laschet hatte man den Text erst kurz vor der Sitzung erhalten. Und weil man dieses Thema sehr ernst nehme, erbete man sich Zeit, ihn zuerst in der Kommission zu diskutieren, ergänzte Guido Deutz von ECOLO.

Obwohl alle Parteien der Mehrheit keinen Zweifel daran ließen, im Grunde mit der Resolution einverstanden zu sein und lediglich an der Formulierung feilen zu wollen, beharrte die CSL auf einer Abstimmung über den Text am selben Abend. Laut Mario Pitz, weil die Angelegenheit dringend sei und man hier entschlossen und schnell die Position des Gemeinderates nach vorne bringen wolle.

Schlussendlich setzte der Bürgermeister mit den Stimmen seiner Mehrheit die Vertagung durch. Die Resolution gegen Tihange soll nun in der Kommission ausgefeilt und dann verabschiedet werden.

KLJ Eynatten bald in neuen Räumen

Die KLJ Eynatten bekommt neue Räumlichkeiten. Die aktuellen Versammlungsräume im Jugendtreff Inside sind zu klein und oft überbelegt. Deshalb hat die Gemeinde versprochen, der KLJ Räume in einem Haus in der Aachener Straße herzurichten.

Bevor die Versammlungen allerdings dort stattfinden können, müssen zuerst Umbau- und Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden. Auf dem Gemeinderat am Donnerstagabend erneuerten die Gemeindeverantwortlichen ihr Versprechen, diese so schnell wie möglich in die Wege zu leiten.

Langfristige Perspektive für ehemaligen Raerener Bahnhof

Die touristische Entwicklung des ehemaligen Bahnhofs Raeren soll eine langfristige Perspektive bekommen. Auf seiner Sitzung gab der Gemeinderat ein sogenanntes Freiraum-Entwicklungskonzept in Auftrag. Darin sollen Ideen zur Gestaltung des Areals ausgelotet und skizziert werden.

Die CSL-Opposition im Gemeinderat sieht durch die Entscheidung ihren Vorwurf bestätigt, die Mehrheit im Gemeinderat gehe konzeptlos an die Gestaltung des Areals heran. Bürgermeister Hans-Dieter Laschet konterte, dass es bei dem Entwicklungskonzept um langfristige Ziele für das gesamte Areal, und nicht – wie bisher – um die Gaststätte gehe. Auf Nachfrage des BRF bestätigte er, dass es für die Gaststätte zwei feste Interessenten gebe und man in den kommenden Wochen eine Entscheidung über die Pachtvergabe treffen wolle.

Neues Leben für ehemaliges Zollgebäude auf Köpfchen?

Die Gemeinde Raeren möchte die ehemaligen Zollgebäude auf Köpfchen wieder beleben. Dazu soll nun ein Projektautor bezeichnet werden, der die Möglichkeiten des Geländes auslotet und einen entsprechenden Plan erstellt. Die ehemaligen Zollgebäude stehen in einer Grünzone. Die Bezeichnung eines Projektautors ist nötig, damit die Gemeinde bei der Wallonischen Region einen Antrag auf Anerkennung einer Geschäftsbrache einreichen kann. Nur wenn diesem Antrag stattgegeben wird, wäre es möglich, an den Gebäuden in der Grünzone Neu- oder Umbaumaßnahmen durchzuführen. Was genau auf Köpfchen gebaut werden soll, wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.

Raeren gewährt Prämie für Nutzung von Stoffwindeln

Ab Januar können werdende Eltern in Raeren eine Prämie für die Nutzung von Stoffwindeln beantragen. Damit erhofft sich die Gemeinde Einsparungen bei der Müllproduktion. Die genauen Bedingungen, um die Prämie zu erhalten, gibt es bei der Gemeindeverwaltung. Maximal sollen 150 Euro pro Kind ausgezahlt werden.

ake/est - Foto: BRF Fernsehen

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4 Kommentare
  1. Jean-Pierre DRESCHER

    Wenigstens noch eine politische Gruppe, die sich traut, das Thema Schrottmeiler anzusprechen.

  2. Guido Scholzen

    Und wann kommt in den kommunalen bzw. regionalen Parlamenten endlich zur Sprache, dass alternative Energien noch viel eher Schrott sind?

  3. Carine Mertes

    Ich finde das super toll… 🙂 Es müsten alle mit dran arbeiten da könnte sich unser gemeinde Pleyberg sich auch eine diecke Scheibe von abschneiden 🙁
    Weiter so 🙂

  4. Ramscheid Bernard

    aber eine ganz dieke!!!

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