„Ostbelgien hört Ostbelgien“: Die Rolle der Medien auf dem Weg zur Autonomie

Wie haben die Medien den ostbelgischen Weg zur Autonomie wiedergegeben? Diese Frage hat sich der junge St. Vither Historiker Vitus Sproten bei seiner Masterarbeit an der Universität Lüttich gestellt. Dabei griff er nicht zuletzt auf das Archiv des BRF zurück.

Vitus Sproten und BRF-Redakteur Frederik Schunck im Studio

Vitus Sproten und BRF-Redakteur Frederik Schunck im Studio

Den Titel „Ostbelgien hört Ostbelgien“ wählte Vitus Sproten nicht zufällig. Bei seiner Arbeit kommt er zu dem Schluss, dass eine fundierte historische Recherche dadurch bereichert wird, wenn sie eine Analyse des gesprochenen Worts mit einbezieht.

„Die Tonbandarchive des BRF haben mir sehr weitergeholfen. Sie haben diese Atmosphäre sehr gut übermittelt. Das ist das Besondere an audio-visuellen Quellen, dass sie eine Atmosphäre viel stärker übermitteln, als es zum Beispiel geschriebene Quellen tun. Ich denke, dass das eine Aufgabe ist, der sich die Historiker in den kommenden Jahr viel stärker stellen müssen.“

In dem Studiogespräch bettet Vitus Sproten die Ergebnisse in das „Ende der Gemütlichkeit“ während der 1960er und 70er Jahre ein. Bei seiner Masterarbeit an der Universität Lüttich wurde er von Professor Christoph Brüll betreut, seine Arbeit gegengelesen hat Professor Andreas Fickers. Zur Zeit liegt seine Arbeit nur in akademischer Form in französischer Sprache vor.

fs/km - Bild: Renate Ducomble/BRF

2 Kommentare
  1. Henry Walton Jones jr.

    Hochinteressantes Thema, souverän auch als solches dem interessierten Hörer – und Leser – verkauft! Von diesem jungen Historiker wird man gerne und hoffentlich noch hören!

  2. Alfons VELZ

    Absolut unterstützenswert ! Eine leserfreundliche Fassung der Masterarbeit wäre ganz sicher von breitem Interesse !
    Das neu gegründete Zentrum für Regionalgeschichte scheint mir da der richtige Ansprechpartner zu sein.
    Gratulation und weiterhin viel Erfolg, Vitus !