Vervierser Hassprediger „entsetzt“ über Internet-Video seines Sohnes

Der Imam, dessen Sohn in einem in Verviers aufgenommenen Internet-Video zum Mord an Christen aufruft, will seinen Urlaub abbrechen und in Kürze nach Belgien zurückkehren. Das berichtet die Tageszeitung "La Dernière Heure".

Der von Staatssekretär Theo Francken als radikal eingestufte Hassprediger aus Dison hat über seinen Rechtsanwalt verlauten lassen, er wolle eng mit Polizei und Staatsanwaltschaft zusammenarbeiten. Er sei entsetzt über die Videobotschaft seines Sohnes, heißt es.

Die Behörden hatten bereits zwei Mal versucht, den Prediger des Landes zu verweisen. Zur Zeit läuft aber noch eine Berufungsprozedur.

dh/rs

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4 Kommentare
  1. Frank Bosch

    Soll er doch bleiben wo er ist. Warum erlässt man nicht einfach ein Einreiseverbot?

  2. dieter leonard

    Weil wir immer noch in einem Rechtsstaat leben. Würde dieser Rechtsstaat so „einfach“ funktionieren, wie so mancher sich dies angesichts der augenblicklichen Sicherheitslage wünscht, hätten wir polnische oder türkische Rechtsverhältnisse. Neben der Rechtsstaatlichkeit blieben dann allerdings auch die Meinungsfreiheit und die Menschenrechte auf der Strecke. Ja, der Staat sollte z.T. viel konsequenter handeln, Vergehen ahnden und Gesetze auch den Erfordernissen anpassen. Wenn wir uns jedoch nur noch von unseren Emotionen leiten lassen, tappen wir in die Falle der Dschihadisten, Hassprediger und Terroristen. Denn wir geben dann genau das auf, was wir zu verteidigen vorgeben.

  3. Marcel Scholzen (eimerscheid-treeschland)

    Der Iman soll nicht so unschuldig tun. Dieses Video ist doch das Ergebnis einer Erziehung an der er als Vater grossen Anteil hat. Wenn nicht, so wäre er seinen Pflichten als Vater nicht nachgekommen und man müsste ihm das Erziehungsrecht aberkennen.

    Das Sprichwort „So der Vater, so der Sohn.“ trifft in diesem Fall hundertprozentig zu.

  4. Frank Bosch

    @Herr Leonard: o.k. es war einfach emotional. Ich kann aber verstehen dass es immer mehr Bürgern so geht. Außerdem gibt es für den jungen Mann m.W. doch schon einen Ausweisungsbefehl, gegen den der ebenso betroffene Vater und sein Sohn bis zur letzten Instanz prozessieren wollen. Könnte ein Eilverfahren da nicht helfen…?

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