Grundsteinlegung: Audi Brussels wird erweitert

Am Standort Brüssel investiert Audi in die Zukunft. Ab 2018 lässt der deutsche Autohersteller keine gewöhnlichen Fahrzeuge mehr vom Band rollen, sondern setzt auf Elektroautos. Der neue "Q6 E-Tron" samt moderner Batterietechnik soll in Forest hergestellt werden.

Grundsteinlegung für die neuen Produktionshallen von Audi in Brüssel (15.6.2016)

Grundsteinlegung für die neuen Produktionshallen von Audi in Brüssel (15.6.2016)

Symbolischer Spatenstich am Dienstag: Audi-Brussels-Direktor Patrick Danau greift zur Schaufel und legt den Grundstein für die Erweiterung des Werks im Stadtteil Forest. Hier soll ab 2018 das neue Schmuckstück des deutschen Autoherstellers vom Band rollen: Ein SUV, der auf den Namen „E-Tron Quattro“ getauft wurde. Das erste vollelektrische Fahrzeug von Audi.

Pikantes Detail: Die neue Halle entsteht genau an der Stelle, an der die Gebrüder D’Ieteren vor mehr als 65 Jahren ihre erste Autofabrik bauen ließen.

Jetzt wagt Audi einen noch größeren Schritt Richtung Zukunft und setzt auf ein voll elektrisches Fahrzeug. Trotz der hohen Lohnkosten hat sich die Chefetage in Ingolstadt am Ende für den Standort Brüssel entschieden. Mehr als eine halbe Milliarde Euro will der deutsche Autohersteller in den nächsten zehn Jahren in Belgien investieren.

Föderalstaat und Regionen haben an einem Strang gezogen und Audi zu den Investitionen in Forest überreden können. Brüssel, Flandern und die Wallonie planen zudem ein gemeinsames Kompetenzzentrum für neue Technologien. Im Mittelpunkt stehen Aus-und Weiterbildungen – auch für Audi-Mitarbeiter. Die 2.600 Beschäftigten des Brüsseler Werks werden ihren Arbeitsplatz behalten, verspricht Audi-Brussels-Direktor Danau. Die Umstellung auf das Elektrofahrzeug hat bereits begonnen.

Alain Kniebs - Bild: Jan Nagels/BELGA