Nach Anschlägen: Flughafen Zaventem zu 80 Prozent ausgelastet

Am Flughafen Zaventem sind am Sonntag 70.000 Reisende abgefertigt worden. Das ist die höchste Anzahl seit den Anschlägen vom 22. März. Insgesamt ist die Zahl der Passagiere im Monat März um fast 30 Prozent im Vergleich zum März letzten Jahres zurückgegangen. Die Umsatzeinbußen bei der Fluggesellschaft Brussels Airlines liegen bei 80 bis 90 Millionen Euro.

Arnaud Feist, Chef des Flughafens Brussels Airport

Arnaud Feist, Chef des Flughafens Brussels Airport (Archivbild)

Der Betrieb am Nationalflughafen läuft derzeit zu 80 Prozent. Im Monat Juni sollen er wieder komplett ausgelastet sein. Lange Warteschlangen wegen der verschärften Sicherheitskontrollen gibt es nicht mehr, weil nicht mehr systematisch alle Passagiere vor dem Eingang zum Flughafen überprüft wird.

Der Geschäftsführer des Flughafens schätzt, dass die Sommermonate zur echten Bewährungsprobe für den Airport werden. Arnaud Feist ist momentan in Kanada, um für den Brüsseler Flughafen zu werben. Begleitet wird er von Staatssekretär Pieter De Crem.

Größter Aktionär des Brussels Airport ist ein kanadischer Pensionsfonds. Dieser hat bereits sein Vertrauen in den Flughafen betont und einen Investitionsplan im Umfang von einer Milliarde Euro angekündigt.

Terroranschläge bringen bis zu 90 Millionen Euro Verlust

Aufgrund der Terroranschläge in Brüssel vom 22. März ist die Zahl der Passagiere am Brüsseler Flughafen in Zaventem im Monat März um 29,1 Prozent im Vergleich zum März letzten Jahres zurückgegangen. Das geht aus Zahlen des europäischen Dachverbandes ACI hervor. Nach den Anschlägen musste der Flughafen während fast zwei Wochen geschlossen bleiben.

Im ersten Quartal (Januar – März) lag der Rückgang bei 5,3 Prozent. Europaweit sind die Passagierzahlen im ersten Quartal um 8,2 Prozent gestiegen. Am meisten zulegen konnte der Flughafen in Dublin.

Brussels Airlines: Umsatzverlust von 80 bis 90 Millionen

Die Fluggesellschaft Brussels Airlines hat aufgrund der Terroranschläge einen Umsatzverlust von 80 bis 90 Millionen Euro zu verbuchen. Das sagte der Direktor der Fluggesellschaft, Bernard Gustin, auf dem Weg nach Toronto – einem neuen Flugziel von Brussels Airlines.

Gustin blickt dennoch optimistisch in die Zukunft. Ein Umsatzverlust bedeute nicht, dass keine Gewinne gemacht würden. Brussels Airlines setze auf Wachstum unter anderem in Kanada, aber auch in Afrika und Europa. Man werde beweisen, dass man die aktuelle Krise überwinden könne.

vrt/jp/est - Bild: Nicolas Maeterlinck/BELGA