Vor der Küste von Nieuwpoort treibt ein Boot mit rund 30 Migranten an Bord. Das hat die Schifffahrtspolizei am Sonntagvormittag bestätigt.
Die Notrufzentrale hatte gegen 5:30 Uhr einen Anruf erhalten. Die Rettungsdienste setzten sofort einen Rettungshubschrauber und mehrere Boote ein. Wegen schlechter Sicht fanden sie das Boot erst gegen 8 Uhr.
Es liegt etwa drei Kilometer vor der Küste. Derzeit wird das Schlauchboot von drei Polizei- und Rettungsbooten begleitet. Die Menschen wollen aber nicht von Bord geholt werden.
Nach Angaben der föderalen Polizei ist sie zu zwingen keine Option, denn sie tragen keine Schwimmwesten. Es könnte auch sein, dass sich die Menschen wehren. Außerdem ist die Sicht wegen Nebels weiterhin schlecht. Dadurch sei eine erzwungene Rettungsaktion gefährlich.
Deshalb bleiben die Rettungsboote vorerst in der Nähe des Schlauchbootes und versuchen, die Menschen zur Vernunft zu bringen.
Vor einer Woche waren schon 38 Migranten vor der niederländischen Küste nahe der belgischen Grenze in Schwierigkeiten geraten, nachdem der Motor ihres Schlauchboots ins Meer gefallen war. In diesem Fall wurden zwei Personen wegen Menschenschmuggels festgenommen.
belga/vrt/vk/est