Die liberale Oppositionspartei "Anders" ist bereit, die Föderalregierung zu unterstützen - Voraussetzung ist allerdings, dass diese eine rechtsgerichtete Wirtschaftspolitik betreiben und den Staatsapparat deutlich verkleinern will. Das sagte der Parteivorsitzende Frédéric De Gucht im flämischen Rundfunk VRT.
Die aktuelle Regierungskrise bezeichnete De Gucht als kollektives Versagen der Politik. Neuwahlen sollten aber um jeden Preis vermieden werden. Er könne nicht verstehen, warum Premierminister Bart De Wever schon jetzt das Handtuch werfe.
Die flämischen Liberalen haben bereits einen eigenen Plan zur Sanierung des Staatshaushalts vorgelegt. Steuererhöhungen lehnt die Partei grundsätzlich ab. Anders verfügt über acht Sitze in der Kammer. Diese will die Partei jedem Premierminister zur Verfügung stellen, der bereit ist, die aus ihrer Sicht notwendigen Maßnahmen umzusetzen.
belga/vrt/jp