Der Vorsitzende der flämischen Christdemokraten, Sammy Mahdi, hat sich enttäuscht über die Haltung der flämischen Sozialisten bei den derzeitigen Haushaltsverhandlungen gezeigt.
In der VRT-Sendung "De zevende dag" kritisierte er, dass Vooruit in der vergangenen Woche überraschend auf die Bremse getreten sei. Bereits vor einer Sitzung anzukündigen, dass man keine Einigung erzielen wolle, sei nicht akzeptabel, sagte Mahdi.
Vooruit-Chef Conner Rousseau hatte zuvor erklärt, die bisherigen Vorschläge von Premierminister Bart De Wever seien noch nicht ausgewogen genug. Mahdi entgegnete, Belgien könne es sich nicht leisten, länger auf eine Einigung zu warten. Stattdessen müsse man am Verhandlungstisch um einen fairen Kompromiss ringen.
Keine der Koalitionsparteien habe in den vergangenen Wochen eine Millionärssteuer zur Debatte gebracht. Dennoch müssten wohlhabende Menschen einen größeren Beitrag zur Finanzierung des Haushalts leisten, so der CD&V-Vorsitzende. Seine Partei schlage deshalb vor, die bestehende Steuer auf Wertpapierdepots zu erhöhen.
vrt/mh