"Nicht mit mir!", "Ohne mich!", "Da mache ich nicht mit!": Ein ums andere Mal zeigt Vooruit-Chef Conner Rousseau in Presseinterviews noch einmal klare Kante. Der Vorsitzende der flämischen Sozialisten wollte offensichtlich sichergehen, dass seine Botschaft ankommt. Er ist am Samstag buchstäblich auf allen Kanälen, sogar frankophonen Zeitungen hat er seine Forderungen und roten Linien in den Block diktiert.
Konkret erteilt Rousseau einem Indexsprung und einer Erhöhung der Eigenbeteiligung bei Arztbesuchen eine klare Absage. Gleiches gilt für den Vorschlag, das Urlaubsgeld von Rentnern erstmal nicht mehr zu indexieren.
Stattdessen will Rousseau, dass Superreiche und Millionäre stärker zur Haushaltssanierung beitragen. Der Vooruit-Chef plädiert einmal mehr für eine Reichensteuer. "Wie man das Kind nennt, ist mir egal. Hauptsache, die Katze fängt Mäuse", wird Rousseau zitiert. Unabhängig davon bleibt er dabei, dass die stärksten Schultern einen größeren Beitrag leisten müssen, etwa indem man entschlossen gegen Missbrauch bei Managementgesellschaften vorgeht.
Ein solch vehementer Vorstoß so kurz vor Ablauf der Frist: Das verheißt für die laufenden Haushaltsgespräche wohl nichts Gutes.
Roger Pint