Sturm Austen hat in Belgien am Freitag für über 1.000 Feuerwehreinsätze gesorgt. Die Notrufnummer 1722 für nicht dringende Einsätze war am frühen Freitagabend komplett überlastet.
In der Provinz Flämisch-Brabant zählte die Feuerwehr mehr als 500 Einsätze, in Wallonisch Brabant etwa 100, in Limburg über 300, in Antwerpen 280 und an der Küste 250. Auch dabei ging es vor allem um umgestürzte Bäume und abgebrochene Äste. Im limburgischen Bilzen-Hoeselt flog das frisch eingedeckte Dach eines Einfamilienhauses weg, bei Antwerpen ein Fabrikdach. In Brüssel wurden vier Menschen durch fallende Bäume verletzt. In Wemmel zerstörte eine einstürzende Hausfassade ein Auto.
Auch der Verkehr war stark gestört. Schienennetzbetreiber Infrabel meldete am Freitagabend mehrere gesperrte Strecken. In Brüssel standen die Trams stundenlang still. Auch die Küstentram zwischen Ostende und Mariakerke fuhr nicht. In Flandern gab es im abendlichen Berufsverkehr 250 Kilometer Stau.
Inzwischen hat Sturmtief Austen das Land wieder verlassen. In Frankreich waren am Freitagabend noch rund 242.000 Haushalte ohne Strom. In der Normandie starb ein Mann an einem Herzinfarkt, als er einen umgestürzten Baum zersägen wollte. Zwei weitere Menschen wurden bei sturmbedingten Verkehrsunfällen schwer verletzt.
vrt/vk