In Brüssel dauert das Katz- und Mausspiel zwischen Demonstranten, Randalierern und Polizeikräften an. Zunächst kam es rund den Südbahnhof zu Auseinandersetzungen. Die Ordnungskräfte versuchten, die Gruppe von etwa 500 Menschen am Weiterziehen zu hindern, dies gelang aber nicht. Die Demonstranten zogen weiter in Richtung Anderlecht.
An mehreren Stellen errichteten sie Barrikaden aus Leihfahrrädern und E-Scootern, die zum Teil in Brand gesetzt wurden. Danach verlagerte sich das Geschehen ins Stadtzentrum u.a. Richtung Zentralbahnhof. Die Nachrichtenagentur Belga berichtet von erheblichen Sachbeschädigungen.
Es soll sich überwiegend um Minderjährige handeln. Zeitweise wurden Metro-Stationen geschlossen, auch der Straßenbahn-Verkehr war beeinträchtigt.
In Lüttich hatten am Vormittag vor dem Guillemins-Bahnhof rund 250 Menschen gegen Sparmaßnahmen u.a. im Unterrichtswesen demonstriert. Gegen 11 Uhr zog ein Demonstrationszug Richtung Place Saint-Lambert. Dort brachten Teilnehmer der Kundgebung mit einer Sitzblockade den Busverkehr vorübergehend zum Erliegen. Am nahegelegenen Verkehrsknotenpunkt Cadran behinderten sie den Autoverkehr.
Im Nachmittag kam es im Bereich der Place Saint-Lambert zu gewalttätigen Ausschreitungen einer kleinen Gruppe. Sowohl in Brüssel als auch in Lüttich setzte die Polizei Wasserwerfer ein und nahm Randalierer in Gewahrsam.
belga/rtbf/mh