Der Anti-Terrorstab Ocam vermutet einen Zusammenhang zwischen zwei mutmaßlich antisemitischen Anschlägen und dem Iran. Das hat Ocam-Direktor Gert Vercauteren in der RTBF gesagt.
Ocam geht davon aus, dass die Verantwortlichen einer Explosion vor einer Synagoge in Lüttich und eines Autobrands im jüdischen Viertel von Antwerpen im vergangenen März auf einen Aufruf des Iran reagiert haben, jüdische Ziele anzugreifen. Damit bestätigt Ocam einen Zusammenhang, über den nach den Vorfällen bereits in den Medien spekuliert worden war.
Vercauteren zufolge spielen die Ereignisse in Lüttich und Antwerpen auch eine Rolle dabei, dass die allgemeine Bedrohungslage in Belgien weiterhin auf Stufe drei von vier eingestuft wird. Diese Stufe steht für eine "ernste" Bedrohung.
Die Bewertung wird monatlich erneuert und berücksichtigt verschiedene Faktoren. Die Zahl der Bedrohungsmeldungen habe sich zunächst in Richtung einer gewissen Normalisierung entwickelt, So Vercauteren. Mit dem Krieg zwischen Israel, den USA und dem Iran habe sich die geopolitische Lage jedoch erneut verschärft.
Weitere vom Iran inspirierte Anschläge seien bislang verhindert worden, so der Ocam-Chef.
belga/jp