Die Vereinten Nationen verkörperten Multilateralismus, das internationale Recht und den kontinuierlichen Dialog, so Außenminister Prévot vor den versammelten Staats- und Regierungschefs und anderen Würdenträgern. Deshalb müssten sie der gemeinsame Kompass in einer Welt voller Krisen bleiben, in der viele versucht seien, sich zurückzuziehen und zu isolieren und oft das Recht des Stärksten zu gelten scheine.
Der Außenminister hob in diesem Zusammenhang die großen Herausforderungen der zahlreichen Kriege, humanitären Krisen, des Klimawandels, von Pandemien und technologischen Umwälzungen wie der sogenannten Künstlichen Intelligenz hervor. Prévot forderte die politisch Verantwortlichen der Welt auch auf, nicht weiter bei der Entwicklungshilfe und Unterstützung für bedürftige Länder zu sparen.
Prévot hob auch hervor, dass Gesellschaft und Wirtschaft der einzelnen Länder immer enger miteinander verzahnt und voneinander abhängig seien, auch wenn das nicht allen klar sei. Damit das Recht des Stärkeren nicht das einzige Gesetz sei, das es gebe, müsse es also gemeinsame Regeln geben, um Probleme zu lösen.
Boris Schmidt