Der Firmenwagen ist nach wie vor des Arbeitnehmers liebstes Kind. Trotz restriktiverer Regeln und ungeachtet bestehender Alternativangebote ist die Zahl der Dienstwagen in Belgien innerhalb der letzten fünf Jahre um 12 Prozent gestiegen und hat damit ein Allzeithoch erreicht: In Belgien waren Ende März über 586.000 Autos unterwegs, für die eine CO2-Solidaritätsabgabe gezahlt wird. Dabei handelt es sich um eine Steuer, die auf die private Nutzung eines Firmenwagens erhoben wird, weil dabei ja ein steuerbarer Vorteil entsteht.
Ein Plus von zwölf Prozent, das kommt nicht von ungefähr. "Ein Firmenwagen bleibt immer noch ein sehr attraktiver Steuervorteil", sagt eine Mobilitätsexpertin in De Tijd. Früher sei das ein Privileg für das Führungspersonal gewesen, inzwischen habe sich der Firmenwagen aber demokratisiert.
Das also trotz der Tatsache, dass die Regierung schon an der Attraktivität von Firmenwagen gekratzt hatte. Seit dem vergangenen Jahr kommen nur noch reine Elektroautos für den maximalen Steuervorteil infrage. Für Firmenwagen, die ab dem kommenden Jahr zugelassen werden, wird die steuerliche Absetzbarkeit von 100 Prozent auf 67,5 Prozent herabgesetzt.
Weiteren Einschränkungen beziehungsweise steuerliche Maßnahmen in diesem Bereich erteilte der CD&V-Vorsitzende Sammy Mahdi bereits eine Absage.
Roger Pint