Belgien und Großbritannien wollen künftig enger bei der Verbrechensbekämpfung zusammenarbeiten. Innenminister Bernard Quintin hat in London ein diesbezügliches bilaterales Abkommen unterzeichnet.
Im Mittelpunkt stehen der Kampf gegen grenzüberschreitende Schleuserkriminalität und Drogenhandel. Nach dem Brexit waren mehrere rechtliche Instrumente für die Zusammenarbeit zwischen britischen und europäischen Polizeibehörden weggefallen. Mit dem neuen Abkommen soll der Informationsaustausch wieder schneller möglich werden.
So dürfen belgische Polizisten künftig unter bestimmten Voraussetzungen auch Waffen an Bord der Eurostar-Züge zwischen Belgien und Großbritannien tragen - selbst wenn der Zug nicht in Frankreich hält. Außerdem können britische Behörden Informationen über Fahrzeuge weitergeben, die für den Transport von Drogen oder illegal eingewanderten Menschen genutzt werden.
belga/mh