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Brüsseler Mobilitätsministerin fordert von föderaler Ebene strengere Regeln für private E-Tretroller

09.09.202618:10
  • Föderalregierung
  • Region Brüssel-Hauptstadt
E-Scooter mitten auf der Promenade in Ostende (Bild: Kurt Desplenter/Belga)
E-Scooter auf der Promenade in Ostende (Archivbild: Kurt Desplenter/Belga)

Die Brüsseler Mobilitätsministerin Elke Van den Brandt (Groen) fordert von der föderalen Ebene strengere Regeln für private E-Tretroller. Damit reagiert sie auf die starke Zunahme von Unfällen, an denen sie beteiligt sind. Die Regionen seien nicht befugt, deswegen müsse die Föderalregierung sich der Sache annehmen.

Am 1. Januar 2027 soll in der Region Brüssel-Hauptstadt ein Verbot für Miet-E-Tretroller in Kraft treten. Ein Grund dafür ist, dass die Mietroller auch bei Kriminellen besonders beliebt sind. Drogendealer etwa nutzen sie regelmäßig für ihre dunklen Geschäfte, zuletzt wurde ein Miet-E-Roller in Brüssel sogar für einen Angriff auf ein Polizeirevier mit einem Sturmgewehr eingesetzt.

Als Reaktion auf das geplante Verbot schaffen sich immer mehr Menschen nun aber eigene Roller an. Aus Zahlen der Antwerpener Polizei für die letzten drei Jahre geht derweil hervor, dass private E-Steps ungefähr fünf Mal häufiger an Unfällen beteiligt sind als Miet-Roller. Statistiken aus der französischen Hauptstadt bestätigen den Trend ebenfalls: In Paris sind Miet-Roller seit 2023 verboten, dennoch steigt die Zahl der Unfälle mit Steps immer weiter. Allein im letzten Jahr betrug die Zunahme von Unfällen mit privaten Rollern dort etwa 33 Prozent.

Ein Brüsseler Mobilitätsexperte hat deshalb in den Medien schon gefordert, private E-Steps aus Sicherheitsgründen ganz zu verbieten. Man müsse wirklich viel strenger sein mit diesen Fahrzeugen, so nun Brandt, aus Gründen der Verkehrssicherheit, aber auch vor dem Hintergrund, dass Stürze viel häufiger zu schweren Verletzungen führten als etwa mit Fahrrädern.

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