Der föderale Haushaltsminister Vincent Van Peteghem hat erneut vor den Risiken der hohen Staatsverschuldung gewarnt.
Es gelte unbedingt zu verhindern, dass ein Zins-Schneeball-Effekt entstehe; auf Dauer drohe der Druck der Finanzmärkte zu groß zu werden, sagte der CD&V-Politiker im Vorfeld der Haushaltsverhandlungen. "Wenn die Zinsen steigen, wie es derzeit der Fall ist, muss der Staat immer mehr für die Zinsen auf seine Schulden aufwenden", sagte Van Peteghem. Dadurch werde die Gefahr immer größer, dass der Staat vollständig in den Würgegriff der Finanzmärkte gerate.
Van Peteghem schlägt unter anderem vor, die Mehrwertsteuer von 21 auf 22 Prozent zu erhöhen. Außerdem plädiert er für Maßnahmen gegen sogenannte Managementgesellschaften. Diese sind steuerlich attraktiv, kosten den Staatshaushalt aber viel Geld.
vrt/RoP