Innenminister Bernard Quintin (MR) will im Kampf gegen die Drogenkriminalität, dass künftig auch für E-Scooter ein Kennzeichen vorgeschrieben wird. Das sagte er am Mittwochvormittag bei einer Sitzung des Innenausschusses zu den jüngsten Schießereien zwischen Drogenbanden in Brüssel.
E-Scooter tauchen häufig im Zusammenhang mit Drogengewalt auf. Ein Kennzeichen für die elektrischen Roller wäre eine kleine Maßnahme, die einen großen Unterschied machen könnte, so Quintin.
"Ich habe drei Vorfälle beschrieben, die sich innerhalb von gerade einmal 36 Stunden ereignet haben. Bei zwei davon wurde ein E-Scooter benutzt. Heute sind solche Fahrzeuge, weil sie kein Kennzeichen haben, nach einer Tat praktisch nicht aufzuspüren - selbst wenn sie von Überwachungskameras erfasst wurden. Das ist eine klare Lücke in unserer Sicherheitspolitik, die wir so schnell wie möglich schließen müssen."
Der Minister prüft außerdem, ob im Kampf gegen die Drogengewalt in Brüssel zusätzliche Soldaten eingesetzt werden können. Bereits jetzt patrouillieren 45 Soldaten gemeinsam mit der Polizei rund um die Brüsseler Bahnhöfe. Künftig könnten es möglicherweise noch mehr werden.
vrt/sh