Der wallonische Ministerpräsident Adrien Dolimont hat eingeräumt, dass die Mäharbeiten kurz vor Ausbruch des Vennbrands zum fraglichen Zeitpunkt wohl keine besonders gute Idee waren. Der MR-Politiker reagierte am Abend in der VRT-Sendung "Terzake" auf Berichte der RTBF, dass am 14. August im Auftrag der wallonischen Natur- und Forstverwaltung durchgeführte Mäharbeiten möglicherweise das Großfeuer ausgelöst haben könnten. Dennoch müsse man erst auf den Abschluss der Ermittlungen zur Brandursache warten, so Dolimont weiter.
Die Theorie, dass der Vennbrand durch eine Landmaschine ausgelöst worden sei könnte, stand schon früh im Raum. Dieser Verdacht hat sich erhärtet, nachdem der frankophone öffentlich-rechtliche Rundfunk RTBF den exakten Ursprungsort des Feuers identifiziert hat. Außerdem präsentierte die RTBF Aufnahmen eines Fallschirmspringers, die mehr oder minder das Entstehen des Brands zeigen sollen.
Zum aktuellen Zeitpunkt wisse man noch nicht, ob die Mäharbeiten wirklich das Feuer ausgelöst hätten, so Dolimont der VRT gegenüber. Bevor man etwas verurteilen könne, müsse es erst überprüft beziehungsweise verifiziert werden. Allerdings müsse geklärt werden, wer welche Verantwortung getragen habe und ob vor Ort alle Auflagen respektiert worden seien. Und dann müsse man gegebenenfalls Lehren und Konsequenzen ziehen, ergänzte der Ministerpräsident.
Es sei aber in der Tat wohl nicht das Intelligenteste gewesen, an jenem Tag Mäharbeiten durchzuführen. Fragen dazu seien legitim und das müsse analysiert werden.
Boris Schmidt