Auch in Belgien machen immer wieder Unfälle von relativ jungen Fahrern mit stark motorisierten Fahrzeugen Schlagzeilen. Verschiedene Zeitungen hatten gemeldet, dass Crucke sich deshalb europäische Länder wie Frankreich und Italien zum Vorbild nehmen wolle, in denen gesetzlich reguliert ist, ab wann solche Fahrzeuge genutzt werden dürfen.
Die Beispiele aus dem Ausland zeigten, dass es Überlegungen gebe zu möglichen Zusammenhängen zwischen Fahrerfahrung, der Motorisierung eines Autos und der Verkehrssicherheit, so Crucke. Entsprechende Erkenntnisse könnten auch der Debatte in Belgien zugutekommen.
Eine Debatte, die er durchaus legitim finde. Allerdings müsse dabei der gesunde Menschenverstand angewandt werden, weder dürften finanziell schwächere Haushalte benachteiligt werden noch Menschen an der Ausübung eines Berufs gehindert werden.
Laut einer ersten Analyse passierten nur drei Prozent aller Unfälle junger Fahrer zwischen 18 und 24 Jahren mit solchen Fahrzeugen, sagte derweil Stef Willems, Sprecher des Verkehrssicherheitsinstituts Vias, der VRT. Bezogen auf die gesamte Bevölkerung seien es doppelt so viel.
Außerdem sage das nichts darüber aus, wie oft mangelnde Fahrerfahrung entscheidend für die Unfälle sei. Auch Faktoren wie Alkohol oder andere Drogen könnten eine Rolle spielen.
Boris Schmidt