Bei einer internationalen Großrazzia gegen Menschenhandel sind mehr als 1.000 Verdächtige festgenommen worden. Das teilte Interpol nach Abschluss der fünftägigen Aktion "Operation Global Chain" mit.
Polizei und Zoll kontrollierten Grenzübergänge und Flughäfen und durchsuchten bekannte Brennpunkte des Menschenhandels. An der von Österreich und Rumänien koordinierten Aktion beteiligten sich 59 Staaten.
Über die Kommunikationsnetze von Interpol, Europol und Ameripol tauschten die Ermittler ihre Erkenntnisse in Echtzeit aus. Mehr als 2.000 mutmaßliche Opfer von Menschenhandel konnten identifiziert werden.
Auch Belgien war an der Aktion beteiligt. Bei Einsätzen in Charleroi und Verviers nahm die Polizei 17 Verdächtige fest. Sie sollen über soziale Netzwerke minderjährige Mädchen angeworben, festgehalten und zur Prostitution gezwungen haben.
Gegen die Beschuldigten wird unter anderem wegen der sexuellen Ausbeutung Minderjähriger ermittelt. Die Ermittler identifizierten 22 Opfer - 21 Belgierinnen und eine Polin.
belga/vrt/mh