Russland hat ein Dutzend Nato-Mitgliedsstaaten monatelang weitgehend unbehelligt mit einer Drohnenkampagne überzogen. Das sagt die britische Denkfabrik International Institute for Strategic Studies. Sie zählte 144 Vorfälle zwischen August 2024 und Februar 2026.
Am stärksten betroffen war laut Bericht Deutschland mit 58 Vorfällen. Mit 25 Vorfällen steht Belgien an zweiter Stelle. Hier waren unter anderem Militärstandorte wie das Lager Elsenborn und die Luftwaffenbasis Kleine Brogel betroffen, wo Atomwaffen gelagert sind.
Ein Teil der Vorfälle ereignete sich auch über zivilen Flughäfen und anderer kritischer Infrastruktur. Am Flughafen Zaventem kam es zu vorübergehenden Einschränkungen des Flugbetriebs.
Die Drohnen seien unter anderem von Schiffen der russischen Schattenflotte gestartet worden. Ziel der Drohnenflüge sei es gewesen, die Reaktionsfähigkeit der Nato zu testen und Informationen zu sammeln. Die Experten sehen Schwächen in der europäischen Flugabwehr.
dpa/vk