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Opposition wirft Premier De Wever Passivität während der Hitzewelle vor

02.07.202618:06
  • Föderalregierung
  • Kammer
Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke, Premier Bart De Wever und Finanzminister Vincent Van Peteghem am Donnerstag in der Kammer
Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke, Premier Bart De Wever und Finanzminister Vincent Van Peteghem am Donnerstag in der Kammer (Bild: Nicolas Maeterlinck/Belga)

Die Opposition hat erneut scharfe Kritik an der Rolle von Premierminister Bart De Wever im Zusammenhang mit der Hitzewelle geübt. Es ist, als hätte es für den Regierungschef keine Gesundheitskrise gegeben, sagten Vertreter insbesondere der linken Oppositionsfraktionen.

Darüber hinaus weigere sich der Premier weiterhin, dem Parlament in dieser Problematik Rede und Antwort zu stehen. "Es ist jede Woche das gleiche", wetterten Abgeordnete von PS, PTB, Ecolo und Défi im Chor. "Wenn es um die Klimakrise geht, dann lässt sich der Premierminister vertreten."

In der vergangenen Woche hatte Außenminister Prévot statt seiner geantwortet, am Donnerstag übernahm Klimaminister Jean-Luc Crucke - obgleich die Fragen ausdrücklich an Bart De Wever gerichtet waren und der sich sogar im Halbrund befand.

"Wir haben eine ausgewachsene Gesundheitskrise erlebt, die nach Worten von Gesundheitsminister Vandenbroucke eine signifikante Übersterblichkeit zur Folge hatte." In einer solchen Situation erwarte man von einem Premierminister Führung, waren sich die linken Oppositionsfraktionen einig. Er frage sich, ob man De Wever überhaupt noch "Premierminister" nennen sollte, sagte Pierre-Yves Dermagne (PS).

De Wever nahm zu den Vorwürfen keine Stellung. Jean-Luc Crucke verwies seinerseits auf eine Sitzung, zu der er eingeladen habe und zu der immerhin Vertreter von 19 der 21 eingeladenen Kabinette erschienen seien. Gemeinsam habe man sich auf eine Methode verständigt, um mittelfristig einen gemeinsamen Aktionsplan auszuarbeiten. Ein Thema wie der Klimawandel mache schließlich nicht an Grenzen halt und brauche deshalb keine Polemik.

Mehr zu dem Thema im Radio-Beitrag im Player:

Roger Pint

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