Premierminister Bart De Wever hat bei einem Festakt des US-Botschafters in Belgien in Brüssel die tiefen und freundschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern hervorgehoben. Anlass der nur für geladene Gäste zugänglichen Feierlichkeiten im Brüsseler Jubelpark war der 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung. Die Veranstaltung hatte schon im Vorfeld für teilweise scharfe Kritik gesorgt.
Bill White, der amerikanische Botschafter in Belgien, ist eine höchst kontroverse Figur. So hat er unter anderem mehrfach für diplomatische Eklats gesorgt, weil er sich öffentlich in die belgische Innenpolitik eingemischt hatte, um Entscheidungen im Sinne der Trump-Administration zu beeinflussen.
Kritiker werfen ihm und seiner Regierung deshalb auch vor, das 250. Jubiläum der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten in Brüssel als Propagandaschau missbraucht zu haben. Entsprechend kam es am Rand der Veranstaltung auch zu verschiedenen Protestaktionen gegen Trump, die USA und ihre Politik. Anwohner prangerten außerdem an, dass der Jubelpark und seine Umgebung weiträumig abgesperrt wurden, was zu diversen Einschränkungen führte.
Der US-Botschafter rühmte sich Sonntag außerdem, für die Durchführung der Veranstaltung über fünf Millionen Dollar von Spendern erhalten zu haben. Neben amerikanischen Konzernen sollen auch diverse belgische Betriebe den Festakt mitfinanziert haben, die wirtschaftliche Interessen in den Vereinigten Staaten haben.