Die Experten der sognenannten Risiko-Management-Gruppe (Risk Management Group) des föderalen Gesundheitsdienstes haben die Alarmphase des nationalen Ozon- und Hitzeplans aktiviert. Die bisher einzige Aktivierung gab es im August 2020.
Nach Angaben des Nationalen Krisenzentrums handelt es sich um eine außergewöhnliche Wetterlage. Neben sehr hohen Tagestemperaturen bleiben auch die Nächte ungewöhnlich warm. Gleichzeitig werden erhöhte Ozonwerte gemessen.
Landesweite verpflichtende Maßnahmen sind bisher nicht vorgesehen. Die Behörden setzen vor allem auf Aufklärung und Vorsorge. Der Bevölkerung wird empfohlen, ausreichend Wasser zu trinken und körperliche Anstrengungen möglichst zu vermeiden. Schulen, Pflegeeinrichtungen und lokale Behörden sollen bei Bedarf eigene Schutzmaßnahmen ergreifen.
Angesichts der hohen Temperaturen fordern die flämischen Grünen dringend mehr öffentliche Badezonen. Kurzfristig sollen nach Ansicht der Partei 70 bestehende Badezonen, die derzeit etwa Sportvereinen vorbehalten sind oder nur gegen Bezahlung genutzt werden können, für die Allgemeinheit geöffnet werden.
Zudem fordert Groen, rasch neue Badezonen in Kanälen und Wasserläufen auszuweisen. Angesichts der Hitzewelle brauche die Bevölkerung mehr frei zugängliche Orte zur Abkühlung, so die Partei.
belga/mh