Belgien muss nach Einschätzung der Föderalregierung deutlich mehr sparen als bisher geplant. Haushaltsminister Vincent Van Peteghem erklärte in der Kammer, sieben Milliarden Euro reichten nicht aus, um den Haushalt nachhaltig zu stabilisieren. Die Föderalregierung bevorzugt jedoch Maßnahmen mit langfristiger Wirkung statt kurzfristiger Eingriffe.
Nach neuen Zahlen der Nationalbank bleibt die Haushaltslage angespannt. Um das Defizit bis 2029 deutlich zu senken, seien Einsparungen von mindestens elf Milliarden Euro nötig, möglicherweise sogar bis zu 14 Milliarden Euro.
Van Peteghem hält dennoch am Ziel fest, die europäische Defizitgrenze einzuhalten. Die Regierung will den Haushaltsentwurf im Herbst der Europäischen Kommission vorlegen.
belga/vk