Im Rahmen eines Polizeieinsatzes wegen mutmaßlichen Menschenhandels hat die Polizei in der Nähe von Charleroi und Lüttich mehrere Hausdurchsuchungen durchgeführt.
Dabei wurden insgesamt 15 Personen festgenommen, wie die Staatsanwaltschaft von Charleroi am Donnerstag bestätigte. Der Einsatz fand bereits am Montag statt.
Den Angaben zufolge stand ein mutmaßliches Prostitutionsnetzwerk im Fokus. Medienberichten zufolge wurden minderjährige Ausreißerinnen über die App Snapchat angeworben. Anschließend seien die Mädchen festgehalten und zur Prostitution gezwungen worden.
Unter den Festgenommenen sind acht Erwachsene und sieben Minderjährige. Ein Untersuchungsrichter erließ gegen sieben der volljährigen Verdächtigen Haftbefehle. Mehrere der minderjährigen Beteiligten wurden vernommen. Weitere Einzelheiten wollte die Staatsanwaltschaft mit Verweis auf das laufende Verfahren nicht bekannt geben.
belga/sh