Nach dem Willen der USA soll auch Belgien im Kampf gegen Ebola ein Einreiseverbot für Menschen aus der Demokratischen Republik Kongo verhängen - zumindest während der Fußball-WM.
Außerdem müssten Belgier, die aus dem Kongo zurückkehren, in Quarantäne. Das berichten die Zeitungen De Morgen und Het Laatste Nieuws. Die Aufforderung wurde vom US-Botschafter in Belgien, Bill White, an die Föderalregierung übermittelt.
Auch in anderen europäischen Ländern übermittelten US-Diplomaten die Forderung an die jeweiligen Regierungen. Demnach müssen Länder in Europa während der Fußball-WM in den USA die strengen US-Reisebeschränkungen im Zusammenhang mit Ebola übernehmen. Falls das nicht geschieht, erwägt Washington Einreiseverbote gegen europäische Länder.
Der föderale Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke (Vooruit) wollte vorerst nicht auf die Anfrage reagieren. Er erklärte, Belgien halte sich weiterhin an die Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO).
Seit Mitte Mai verweigern die USA Menschen die Einreise, die sich kürzlich im Kongo oder in Uganda aufgehalten haben. Nur US-Bürger oder Personen mit einer dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung dürfen das Land noch betreten. Für Militärangehörige, Beamte und nahe Familienangehörige sind Ausnahmen vorgesehen.
In den USA sind noch keine Ebola-Fälle bekannt, doch Washington befürchtet, dass der bevorstehende Zustrom von Millionen von Fans während der Fußball-WM daran etwas ändern könnte.
belga/est