Der Flugbetrieb an den Flughäfen von Brüssel, Charleroi und Ostende läuft wieder. Durch einen Streik der Fluglotsen bei Skeyes musste der Flugverkehr am Dienstag über mehrere Stunden eingestellt werden.
Allein am Brussels Airport wurden am Dienstag 140 Flüge gestrichen. Gegen Abend nahmen die Fluglotsen ihre Arbeit wieder auf. Nach Verhandlungen hatten Direktion und Gewerkschaften eine Einigung erzielt.
In Brüssel konnten anschließend Dutzende Flüge starten und landen. Allerdings mussten etwa 300 Passagiere am Flughafen übernachten.
Infolge des Streiks rechnet Brussels Airport am Mittwoch mit einem höheren Passagieraufkommen. Reisende werden daher gebeten, frühzeitig am Flughafen einzutreffen.
Brussels Airlines setzt Zusatzflüge ein
Brussels Airlines hat am Mittwoch zwei zusätzliche Flüge eingesetzt. Sie bringen gestrandete Passagiere nach Tunesien und auf die Kanareninsel Lanzerote. Laut der Fluggesellschaft konnten die meisten Reisenden bereits innerhalb von 24 Stunden auf andere Verbindungen umgebucht werden. Das sei möglich gewesen, weil vor allem europäische Strecken betroffen waren, die mehrmals täglich bedient werden.
Die wirtschaftlichen Folgen des Streiks lassen sich noch nicht beziffern. Brussels Airlines rechnet jedoch mit erheblichen Kosten, da der Ausstand unangekündigt erfolgte.
Sozialkonflikt
Bei dem Sozialkonflikt bei Skeyes ging es um das neue Kontrollzentrum in Namur. Fluglotsen aus Lüttich und Charleroi sollten gegen ihren Willen dorthin versetzt werden. Außerdem kritisieren die Fluglotsen das neue digitale System als nicht sicher genug.
vrt/sh