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Kritik an spontanem Streik der Fluglotsen

02.06.202617:36
Kontrollturm von Skeyes am Flughafen Brüssel (Bild: Nicolas Maeterlinck/Belga)
Kontrollturm von Skeyes am Flughafen Brüssel (Bild: Nicolas Maeterlinck/Belga)

Politiker und der Ryanair-Chef haben den spontanen Streik der Fluglotsen am Dienstag scharf kritisiert. Es könne nicht sein, dass der Ausstand weniger Beschäftigter den gesamten Luftverkehr in Belgien lahmlegt. Die flämischen Liberalen von Anders fordern deshalb einen Minimaldienst bei Streiks.

Ein Minimaldienst bei der Flugsicherung: Der flämische Kammerabgeordnete Kjell Vander Elst hat dazu bereits einen Gesetzesvorschlag eingereicht. Der Text müsse jetzt schnell verabschiedet werden, forderte er am Dienstag. Das Flugsicherheitsunternehmen Skeyes sei ein föderales Unternehmen mit gesellschaftlich relevanten Aufgaben. Es müsse sichergestellt werden, dass die Leistungen von Skeyes zumindest grundlegend auch immer erbracht würden.

Die für Flughäfen zuständige wallonische Ministerin Cécile Neven bedauert die schweren Folgen für Bürger und Wirtschaft durch den Streik. Sie sei nicht von Skeyes darüber informiert worden, dass die geplante Inbetriebnahme des neuen Kontrollzentrums in Namur offensichtlich auf solch großen Widerstand bei einem Teil der Fluglotsen stoße, bedauert die MR-Politikerin.

Ryanair-Chef Michael O'Leary beklagt den Ausfall von mehr als 100 Flügen seiner Fluggesellschaft an den Flughäfen Charleroi und Zaventem. Fluggesellschaften müssten von Streikabsichten informiert werden, teilte er mit. Außerdem müsse die EU-Kommission die europäische Luftraumüberwachung unbedingt neu regeln, um für Fluggesellschaften und ihren Kunden Tage wie am Dienstag künftig zu ersparen.

Sozialkonflikt bei Skeyes: Flugverkehr erneut unterbrochen

Kay Wagner

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