Premierminister Bart De Wever lehnt Einsparungen beim Verteidigungsbudget entschieden ab. In einem Interview mit dem Privatsender VTM erklärte der N-VA-Politiker, zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung seien "das absolute Minimum".
Wer glaube, dort könne deutlich gespart werden, verstehe die geopolitische Lage nicht richtig, so De Wever. Belgien sei trotz der geplanten Erhöhung innerhalb der Nato weiterhin Schlusslicht.
Hintergrund ist die schwierige Haushaltslage der föderalen Regierung. Bis zum 21. Juli will De Wever mit seiner Arizona-Koalition ein neues Haushaltsabkommen erreichen.
Je nach Quelle müssen zwischen fünf und sieben Milliarden Euro eingespart werden. CD&V-Chef Sammy Mahdi hatte vorgeschlagen, das Verteidigungsziel vorübergehend von zwei auf 1,8 Prozent des Bruttoinlandsproduktes zu senken.
belga/sh