Die Kammer hat am Mittwoch das Gesetz zur Reform der SNCB verabschiedet und damit ein wichtiges Gesetzesvorhaben der De-Wever-Regierung auf den Weg gebracht. Erklärtes Ziel der Regierung ist es, die Bahn zu modernisieren und sie auf die bevorstehende Liberalisierung des Marktes vorzubereiten.
Im Rahmen der Reform werden die Ernennungen bei der Bahn abgeschafft. Ab dem 1. Juni werden neue Mitarbeiter nur noch vertraglich eingestellt. Für die Beschäftigten, die bereits vorher bei der SNCB gearbeitet haben, ändert sich nichts.
Mit dem "Comité d'escalade" wird ein neues Gremium eingerichtet, das bei festgefahrenen Verhandlungen zwischen Arbeitgeberseite und Gewerkschaften eingreift. Darin sehen die Gewerkschaften einen Angriff auf den traditionellen Sozialdialog.
Sie sehen durch die Reform vor allem Nachteile für die Bahnbeschäftigten und drohen damit, die Streikserie der letzten Monate fortzusetzen.
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