Verteidigungsminister Theo Francken hat sich erstmals zu den Vorwürfen im Zusammenhang mit dem Ankauf von Anti-Drohnen-Technologie geäußert. In einer Nachrichtensendung des flämischen Privatsenders VTM sprach Francken von "äußerst schwerwiegenden Anschuldigungen, die völlig aus der Luft gegriffen" seien.
Der Verteidigungsausschuss der Kammer habe dem Kauf der Anti-Drohnen-Technologie in Höhe von rund 50 Millionen Euro zugestimmt bei einer einzigen Enthaltung. Zudem seien die gesetzlichen Vorgaben, die einen Ankauf in dringenden Fällen regelten, eingehalten worden.
In einer Reportage der öffentlich-rechtlichen VRT, die Mittwochabend ausgestrahlt wurde, ging es um die Frage, ob der Kauf gerechtfertigt war. Im Herbst waren mehrfach Drohnen gesichtet worden, unter anderem am Flughafen Zaventem und über Militärstützpunkten, darunter über dem Lager Elsenborn. Das Verteidigungsministerium hatte Russland als Urheber im Verdacht und beschaffte sofort Verteidigungsmaterial im Wert von 50 Millionen Euro.
Die Recherchen der VRT ergaben, dass es bis heute keine Beweise für feindliche Drohnen gibt. Außerdem gab es keine öffentliche Ausschreibung für das eingekaufte Material.
Die Oppositionsparteien im Parlament fordern eine öffentliche Stellungnahme des Verteidigungsministers.
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