Die föderale Justizministerin Annelies Verlinden will mit den Gewerkschaften über den Einsatz von privatem Wachpersonal in Gefängnissen sprechen. Zuvor war bekannt geworden, dass in der neuen Haftanstalt in Antwerpen und im Gefängnis in Saint-Gilles rund 30 Mitarbeiter privater Sicherheitsunternehmen eingesetzt werden sollen.
Die sozialistische Gewerkschaft CGSP hat deutliche Kritik an diesem Plan geäußert. Diese Entscheidung sei getroffen worden, ohne sich vorher mit den Gewerkschaften auszutauschen, so die CGSP. "Wir entziehen der Ministerin deshalb das Vertrauen", sagte der föderale CGSP-Sekretär Robby De Kaey.
Verlinden rechtfertigte das Vorhaben damit, dass es schwierig sei, zusätzliches Gefängnispersonal zu finden. Deshalb halte sie es für angemessen, in begrenztem Umfang und für einen begrenzten Zeitraum private Wachleute einzusetzen. Diese würden nicht mit den Insassen in Kontakt kommen, betonte die Ministerin. Für das Vorhaben sollen elf Millionen Euro aufgebracht werden.
vrt/belga/moko