Vor dem französischsprachigen Arbeitsgericht in Brüssel ist eine Klage gegen die Ministerpräsidentin der Französischen Gemeinschaft, Elisabeth Degryse (Les Engagés), und ihre Kabinettschefin eingereicht worden.
Ihnen wird Fehlverhalten vorgeworfen. Das berichtet die Zeitung Le Soir.
Demnach ist die Klage von einer ehemaligen Mitarbeiterin eingereicht worden. Sie bezieht sich auf mutmaßliche Fälle von Belästigung, Verstöße gegen die Vorschriften zum Schutz von Arbeitnehmern und gegen eine ungerechtfertigte Kündigung.
Die Zeitung veröffentlicht auch Zeugenaussagen von ehemaligen Mitarbeitern in der Kulturabteilung des Kabinetts. Diese berichten von hohem Arbeitsdruck, 15-Stunden-Arbeitstagen und davon, dass Mitarbeiter angeschrien worden seien.
Ministerpräsidentin Elisabeth Degryse weist die gegen sie erhobenen Vorwürfe entschieden zurück: Sie werde in dem Artikel von Le Soir angegriffen, ohne die Möglichkeit zu haben, sich gegen die Vorwürfe zu wehren.
Das Arbeitsgericht wird sich ab diesem Herbst mit der Klage befassen.
rtbf/belga/est