Das AfricaMuseum in Tervuren weigert sich, geologisches Archivmaterial über den Kongo an ein amerikanisches Bergbauunternehmen weiterzugeben.
Das Unternehmen Kobold Metals, das teilweise Amazon-Gründer Jeff Bezos und Tech-Milliardär Bill Gates gehört, will die Daten nutzen, um neue Bergbaustandorte zu finden. Laut der britischen Zeitung "Financial Times" hat die kongolesische Regierung im vergangenen Jahr einen Vertrag mit dem Unternehmen abgeschlossen.
Man wolle die Digitalisierung selbst durchführen und nicht einem privaten Unternehmen überlassen, sagte der Direktor des Afrika-Museums, Bart Ouvry, in der VRT. Zudem enthielten die Archive auch Informationen über andere afrikanische Länder, die man nicht einfach dem Kongo zur Verfügung stellen könne.
Der kongolesische Boden ist reich an wertvollen Rohstoffen wie Kobalt, Kupfer und Coltan.
belga/vrt/jp