"Wie kann die europäische Industrie gerettet werden?". Die Frage klingt vielleicht ein bisschen überdramatisch, aber genau darum wird es beim Sondergipfel in Belgien gehen. In Antwerpen werden an diesem Mittwoch Spitzenvertreter aus der europäischen Politik und Wirtschaft erwartet. Darunter neben Premier Bart De Wever auch der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz, der französische Staatspräsident Emmanuel Macron und auch die EU-Kommissionsvorsitzende Ursula von der Leyen. Mit dabei sind aber auch Industriekapitäne wie die Chefs von BASF oder Ineos.
Das ist aber nur sozusagen das "Vorprogramm". Der eigentliche Sondergipfel steigt am Donnerstag im limburgischen Alden Biesen im dortigen wunderbaren Wasserschloss. Ziel ist es, die europäische Industrie zu stärken. Denn: Europa tut sich im globalen Wettbewerb - vor allem gegenüber den den USA und China - zunehmend schwer. Insbesondere in den letzten Jahren machte immer nachdrücklicher das Schlagwort von der Deindustrialisierung die Runde.
Die EU muss also Anreize für Unternehmen schaffen und den Standort Europa stärken. Vielen Ländern schwebt da eine Stärkung des Binnenmarktes vor, und auch ein konsequenter Abbau von bürokratischen Hürden. Außerdem müssen Energie und Rohstoffe in Europa erschwinglicher werden. Schließlich will man auch die Strategie "Made in Europe" weiter vorantreiben.
Roger Pint