"Habemus Konklave", titelt am Dienstag schon Le Soir. Der Verweis auf die Papstwahl kommt freilich nicht ganz von ungefähr, schließlich will man - ganz nach vatikanischem Vorbild - sich einschließen und erst wieder herauskommen, wenn eine Einigung gefunden wurde. Das Ganze also in den Räumlichkeiten der renommierten Brüsseler Universitätsstiftung, unweit des königlichen Stadtschlosses.
Sieben Parteien hatte MR-Chef Georges-Louis Bouchez zu diesem Konklave eingeladen. Neben seiner MR sind das PS und Les Engagés auf der frankophonen Seite und auf der flämischen Groen, Vooruit, CD&V und "Anders". Die frühere OpenVLD hatte sich bislang immer gesträubt, ohne die N-VA einer Regierung beizutreten. Von dieser Haltung ist die Partei jetzt aber abgerückt.
Er könne nur feststellen, dass er der Einzige gewesen sei, der die Partei des Premierministers mit im Boot sehen wollte, sagte Anders-Chef Frédéric De Gucht. Er habe aber seinen Wählern und Parteifreunden versprochen, an einer Reformagenda für Brüssel mitzuarbeiten.
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Roger Pint