Die wallonische Regierung hat beschlossen, die von der Stadt Charleroi geplante Besteuerung der Aktivitäten am örtlichen Flughafen nicht zu genehmigen. Die Stadt wollte eine Gemeindesteuer von drei Euro pro abfliegendem Passagier am Flughafen Brussels South Charleroi Airport einführen und rechnete mit Einnahmen von rund 15 Millionen Euro pro Jahr.
Die Entscheidung sei auf Grundlage einer wirtschaftlichen Analyse getroffen worden, erklärte der wallonische Ministerpräsident Adrien Dolimont (MR) nach einer Regierungssitzung.
Die irische Fluggesellschaft Ryanair hatte zuvor gewarnt, dass zusätzliche föderale oder kommunale Abgaben dazu führen könnten, dass sie fünf Flugzeuge vom Standort Charleroi abzieht. Das hätte direkte Folgen für den Flughafen; mehrere hundert Arbeitsplätze wären gefährdet.
belga/rop