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Gescheitertes Projet i-Police: Verlinden arbeitete vor Ministerzeit für Sopra Steria - Groen fordert Untersuchung

31.01.202612:3031.01.2026 - 14:45
  • CD&V
  • Groen
Annelies Verlinden am Rednerpult vor einem Banner mit der Aufschrift "Föderaler Öffentlicher Dienst Justiz"
Justizministerin Annelies Verlinden, hier bei der offiziellen Einweihung des neuen Gerichtsgebäudes in Namur am 30. Januar (Bild: Benoît Doppagne/Belga)

Die Kritik an Justizministerin Annelies Verlinden im Zusammenhang mit i-Police wächst. Grund ist Verlinden Tätigkeit als Anwältin für das französische IT-Unternehmen Sopra Steria, rund anderthalb Jahre bevor Verlinden Ministerin wurde. Sopra Steria ist das Unternehmen, welches kurz darauf den millionenschweren Auftrag erhalten hat, die belgische Polizei mit dem Projekt i-Police zu digitalisieren.

Die flämischen Grünen reagieren empört. Annelies Verlinden hätte bekannt machen müssen, dass sie vor ihrer Zeit als Ministerin als Anwältin im Auftrag des französischen Konzerns gearbeitet hat, sagt der Groen-Abgeordnete Matti Vandemaele. Das zeige, dass das Verhalten von Verlinden als Ministerin deontologisch nicht in Ordnung sei, sagt der Groen-Politiker. Seine Partei fordert nun eine Untersuchung.

Der aktuelle Innenminister Quintin hat das Großprojekt zur Digitalisierung der Polizei i-police inzwischen gestoppt, weil es keine Fortschritte gab. Der Fall ist nun zu einem Rechtsstreit geworden. Auch hier vertritt das ehemalige Anwaltsbüro von Verlinden seinen Mandanten Sopra Steria gegen den belgischen Staat.

Auch diese Verbindung sei verwerflich, sagt Paul Van Tigchelt von der liberalen Partei Anders. Ministerin Verlinden reagiert und betont, dass es niemals Interessenskonflikte gegeben habe.

belga/vrt/est

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