Fast ein Monat ist seit dem verheerenden Feuer in einem Lokal im Schweizer Wintersportort Crans-Montana vergangenen. 40 meist junge Menschen kamen bei dem Brand ums Leben. Einige der 116 Verletzten wurden zur Behandlung nach Belgien gebracht.
Dazu gehört auch die 18-jährige Schweizerin Roze, die in einem Krankenhaus in Lüttich liegt. Sie hatte bei dem Feuer in der Neujahrsnacht Verbrennungen im Gesicht, an den Händen und Beinen erlitten. Mittlerweile schwebt sie nicht mehr in Lebensgefahr und ist aus dem künstlichen Koma erwacht. In der RTBF berichtete Rose über das Erlebte.
Natürlich denke man daran zurück, sagte die Schweizerin. Sie sehe dann Szenen vor sich: Das Feuer, schreiende Menschen oder einen Rettungssanitäter, der eine Herzmassage durchgeführt habe.
Nach dem Erwachen aus dem Koma habe sie nicht gewusst, wo sie sei, sagte Roze. Sie habe geglaubt, noch in der Schweiz zu sein. Dann habe man ihr gesagt, dass sie in Belgien sei, so die Überlebende des Brandes von Crans-Montana in der RTBF.
Vorwürfe erhob die 18-Jährige gegen die Besitzerin des Lokals, in dem das Feuer ausgebrochen war: "Sie hat nicht mal gefragt, wie es uns geht. Sie hat die Verletzten gesehen, aber sie hat niemandem geholfen. Sie hat geweint, als sie die Bar sah, obwohl hinter ihr all die Verletzten lagen".
rtbf/moko