Äpfel, die aus der konventionellen Landwirtschaft in Europa stammen, weisen mehrheitlich Rückstände von Pflanzenschutzmitteln auf. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung, deren Ergebnisse die Umweltschutzgruppierung PAN Europe mit 13 weiteren Organisationen am Donnerstag veröffentlicht hat.
Virginie Pissoort, die die an der Untersuchung beteiligte Organisation Nature et Progrès vertritt, sagte bei der RTBF, dass in Obstplantagen im konventionellen Anbau besonders stark Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden. Bei 85 Prozent der untersuchten Äpfel wurden die Spuren von mindestens zwei Pestizidarten entdeckt, so Pissoort. "Wir haben eine abwechslungsreiche Ernährung und essen unterschiedliche Obst- und Gemüsesorten. Und jede davon ist durch mehrere Pestizide verunreinigt."
Die insgesamt 59 Proben stammen aus zwölf Ländern der Europäischen Union - darunter Belgien - und aus der Schweiz. Teilweise wurden in ein und demselben Apfel die Rückstände von sieben unterschiedlichen Pflanzenschutzmitteln nachgewiesen. Drei der vier untersuchten belgischen Äpfel enthielten ebenfalls Überreste von Pestiziden.
rtbf/lesoir/moko