Die belgische Küste ist nicht ausreichend gegen Starkwetterphänomene wie außergewöhnliche Sturmfluten und Überschwemmungen geschützt.
Der Rechnungshof hat die Arbeiten der Region Flandern zum Schutz der Küste unternommen geprüft und dabei einen enormen Rückstand festgestellt. Es geht um 15 Bauprojekte, unter anderem um Deiche zu erhöhen, Strände aufzufüllen und Dünen zu verstärken.
Eigentlich sollten sie schon 2015 fertiggestellt sein. Zehn Jahre später sind vier als prioritär eingestufte Großbauprojekte noch nicht fertig. Es geht um Arbeiten zum Schutz der Häfen von Nieuwpoort, Ostende und Zeebrugge. Flandern hat bis jetzt 300 Millionen Euro in diese Projekte investiert. Weitere 144 Millionen Euro wären für ihre Fertigstellung nötig.
Die belgische Küste hat eine Länge von 65 Kilometern. Sie gilt nach der niederländischen Küste als die am meisten gefährdete in Europa.
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