Der belgische Festivalsektor reagiert überrascht auf die Mehrwertsteuerpläne der Föderalregierung für den Kultursektor. Demnach soll die Mehrwertsteuer auf Eintrittskarten von sechs auf zwölf Prozent erhöht werden. Zirkus, Oper, (Straßen-)Theater, Tanzdarbietungen und klassische Musik wären aber laut dem Vorschlag von der Maßnahme ausgenommen.
Konzertveranstalter beklagten in diesem Zusammenhang eine offensichtliche Diskriminierung. Außerdem herrsche innerhalb der Branche noch große Unsicherheit über die Anwendung der Maßnahme. Es gebe noch viele offene Fragen. So gebe es in der heutigen Kunstszene viele Überschneidungen. Verschiedene Festivals würden oft verschiedene Genres zusammenbringen. Schließlich beklagt der Sektor, dass man zu spät über die konkreten Pläne informiert worden sei.
belga/rop