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  • 80 Jahre BRF
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Drohender transatlantischer Clash in Davos

21.01.202607:1721.01.2026 - 12:30
  • Föderalregierung
  • Schweiz
  • USA
Das Kongresszentrum in Davos
Das Kongresszentrum in Davos (Bild: Ina Fassbender/AFP)

Alle Augen richten sich auf den Schweizer Nobelskiort Davos. Beim Weltwirtschaftsforum wird am Mittwoch US-Präsident Trump erwartet. Beobachter gehen davon aus, dass er bei seiner Rede seine Besitzansprüche auf Grönland noch einmal untermauern wird. Die Europäer reagieren ihrerseits zunehmend erbost auf das Verhalten des US-Präsidenten.

"Davos unter Hochspannung", schreiben einige Zeitungen. Viele werden wohl am Mittwochnachmittag den Atem anhalten, wenn US-Präsident Donald Trump in dem malerischen Dörfchen in den Schweizer Alpen ans Rednerpult tritt. Sicher ist, dass es für die Europäer ungemütlich wird. Die Frage ist nur: Beschränkt er sich darauf, auf den Putz zu hauen? Oder reißt er gleich das ganze Haus ein? Bei einem Präsidenten, der die Unberechenbarkeit zur Methode gemacht hat, ist alles möglich.

Als wahrscheinlicher gilt in jedem Fall, dass Trump seine Pläne bekräftigt und damit auf Konfrontationskurs bleibt. Er "will" Grönland, und wird wohl klarmachen, dass er sich von nichts und niemandem davon abhalten lassen will. Signalisiert hatte der US-Präsident das auch schon mit seiner jüngsten Zolldrohung. Nach dem Motto also: "Wer sich mir in den Weg stellt, der bekommt einen Handelskrieg"

"Den kann er haben!", reagiert man aber inzwischen vollmundig in vielen EU-Hauptstädten. Der belgische Premierminister Bart De Wever gehörte zu denen, die in Davos am lautesten ihren Unmut über das Verhalten des US-Präsidenten zum Ausdruck brachten. De Wever sagte später in der VRT, eigentlich sei er ein überzeugter Transatlantiker, "bis ins Grab", könnte man sogar sagen. Die Frage sei allerdings, ob man das auch noch auf der anderen Seite des Atlantiks ist. Eine Allianz setze jedenfalls ein Minimum an Respekt voraus. Und daran mangele es doch in letzter Zeit. Mehr noch: Jetzt werde man sogar mit einer Invasion auf europäischem Territorium bedroht.

"Hier schrillen so viele Alarmglocken", fügt De Wever hinzu, "hier wurden inzwischen dermaßen viele rote Linien überschritten, dass man gar nicht mehr anders kann, als über ein mögliches Ende der transatlantischen Partnerschaft nachzudenken". Er glaube zwar nicht daran, aber bei all den Vorfällen der letzten Zeit müsse man sich doch Fragen stellen.

Für De Wever ist die Zeit des Schönredens jedenfalls vorbei. "Früher haben wir uns dafür entschieden, nachsichtig zu sein. Aber ein glücklicher Vasall zu sein, das ist eine Sache. Ein elender Sklave zu sein, das ist etwas ganz anderes". Dieser Satz ging danach buchstäblich um die Welt.

De Wevers Botschaft ist, dass die Grenzen des Erträglichen erreicht sind, Europa muss entschlossen und geschlossen reagieren. Und dann sollte man auch über den Einsatz der sogenannten Handels-Bazooka nachdenken, ist De Wever überzeugt. Gemeint ist damit ein rechtliches Instrument, das es der EU erlauben würde, neben neuen Zöllen auch andere Strafabgaben zu verhängen, zum Beispiel auf Online-Dienstleistungen. Auch könnte man amerikanische Firmen von europäischen Ausschreibungen ausschließen.

"Donnerstag werden wir beim Sondergipfel in Brüssel hoffentlich zu dem Schluss kommen, dass man auf aggressive Drohungen mit Vergeltungsmaßnahmen reagieren muss", sagte De Wever. Und er sei dafür, dass man diese schärfste Waffe im EU-Arsenal zumindest mal auf den Tisch legt.

De Wever räumt ein: "Natürlich wäre ein Handelskrieg eine Katastrophe." Natürlich gäbe es da nur Verlierer, und das auf beiden Seiten des Atlantiks. Aber: Was sein muss, muss sein.

Ob der belgische Premier das dem US-Präsidenten persönlich sagen kann, ist noch unklar. Schon vor einiger Zeit hatte man ein bilaterales Treffen vereinbart, das in Davos stattfinden sollte, und an dem auch König Philippe teilnehmen sollte. Die Amerikaner haben aber Terminschwierigkeiten angemeldet. Für ihn sei es aber nicht wichtig, Trump seinen Standpunkt persönlich mitzuteilen. Hauptsache, die EU mache das.

Er stehe mit dieser Haltung jedenfalls nicht alleine da, betont der Premier. Hinter den Kulissen hätten sich zahlreiche Kollegen in diese Richtung geäußert. Vielen sei da inzwischen der Geduldsfaden gerissen.

Allerdings weiß man in Europa auch, dass man die Amerikaner immer noch nötig hat. Vor allem in der Verteidigungspolitik, und ganz besonders in der Ukraine. Wenn Trump noch eine Eskalationsstufe höher schaltet, dann ist die Welt Mittwochabend vielleicht schon eine andere.

Spürbar ist die Nervosität übrigens auch schon an den Börsen. Der Goldpreis ist am Mittwoch auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Ein Zeichen dafür, dass sich viele Investoren in "einen sicheren Hafen" flüchten.

Entsprechend dürfte die Spannung in Davos fast greifbar sein.

Roger Pint

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