Mitte Dezember hatte Verougstraete einen neuen Anlauf gestartet, um rund anderthalb Jahre nach der Wahl doch noch eine Koalition auf die Beine zu stellen. Er hatte dabei eine Formel ausprobiert, die bislang noch nicht getestet worden war, nämlich eine Mehrheit ohne die frankophonen Liberalen MR.
Sichtbar frustriert musste er dann aber verkünden, dass auch dieser Versuch, eine Regierung für die Region Brüssel-Hauptstadt zu bilden, gescheitert ist: "Es ist - zugegeben - nicht der glücklichste Tag meines Lebens".
Für Verougstraete ist es schon das zweite Mal. Im Sommer hatte er schon einmal eine Vermittler-Mission übernommen, die ebenfalls im Sande verlief. Warum er diesmal das Handtuch geworfen hat? Wieder habe die OpenVLD jegliche Zusammenarbeit verweigert. Die flämischen Liberalen seien nicht einmal einer Einladung gefolgt, sondern hätten von vornherein zugemacht. Sie trügen denn auch die Schuld an diesem Debakel.
Wie es jetzt weitergehen soll, ist völlig unklar. Die Initiative galt als der letztmögliche Versuch, noch eine Regierung zu bilden.
Roger Pint