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Trumps Grönland-Pläne: Die EU holt zum Gegenschlag aus

19.01.202607:20
  • Europäische Union
  • Grönland
  • Nato
  • USA
Ein dänisches Nato-Inspektionsschiff vor der grönländischen Küste, verschneite Häuser im Vordergrund
Ein dänisches Nato-Inspektionsschiff vor der grönländischen Küste (Bild: Mads Claus Rasmussen/Ritzau Scanpix/AFP)

Nach den Zoll-Drohungen von US-Präsident Donald Trump bereitet die EU Vergeltungsmaßnahmen vor. Ende der Woche soll es einen Sondergipfel geben. Dort dürfte es auch um milliardenschwere Gegenzölle gehen. Trump will das zu Dänemark gehörende Grönland den USA einverleiben und hat Strafzölle gegen acht europäische Nato-Partner angekündigt.

Europa will jetzt also offensichtlich auf Kollisionskurs mit den Vereinigten Staaten gehen. Wobei: Angefangen hat natürlich US-Präsident Donald Trump, der am Samstag neue Zölle auf die Einfuhren aller europäischen Staaten angekündigt hatte, die in den vergangenen Tagen Soldaten auf Erkundungsmission nach Grönland geschickt hatten.

Im Visier sind derzeit acht Nato-Partner, darunter sechs EU-Länder, allen voran Frankreich, Deutschland und Dänemark. Außenminister Maxime Prévot nannte den Vorstoß "unbegreiflich" und "unnötig feindselig". Auch Belgien hatte ja angekündigt, einen Verbindungsoffizier nach Grönland zu entsenden.

Nur: Man kann sich nicht einzelne EU-Staaten herauspicken, die EU tritt in Handelsfragen als Block auf. Deswegen wird jetzt auf EU-Ebene über mögliche Vergeltungsmaßnahmen nachgedacht. Im Raum stehen offenbar Gegenzölle auf US-Importe im Gegenwert von knapp 100 Milliarden Euro -wobei natürlich jeder weiß, dass die Gefahr einer Eskalation und damit eines Handelskrieges groß ist. Insgesamt ist das wohl ein neuer Tiefpunkt in den transatlantischen Beziehungen.

Roger Pint

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