Außenminister Maxime Prévot hat sich am Donnerstag in der Fragestunde der Kammer zu den transatlantischen Beziehungen geäußert. Dabei ging er sowohl auf den amerikanischen Angriff auf Venezuela und auf die Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro ein als auch auf die Drohungen von US-Präsident Donald Trump bezüglich Grönlands.
Was Venezuela betreffe, werde niemand Maduro eine Träne nachweinen, sagte Prévot sinngemäß. Und wegen seiner Verbindungen mit dem Iran, Russland und China betrachteten die USA das Land als Risiko.
Aber das bedeute dennoch nicht, dass Belgien die Vorgehensweise der USA gutheiße. Das internationale Recht sei hier nicht respektiert worden. Das hätten Europa und Belgien auch unmissverständlich gesagt.
Trumps Äußerungen über Grönland hätten in Europa auch völlig zu Recht für Empörung gesorgt, so Prévot weiter. Das habe er den Amerikanern gegenüber auch deutlich gemacht. Man habe Verständnis für die Sorgen der USA, die ein Partner blieben, über die Sicherheit in der Arktis.
Aber es sei nicht hinnehmbar, die territoriale Unversehrtheit eines befreundeten und verbündeten Landes infrage zu stellen. Grönland sei nicht verhandelbar und auch keine Einflusszone, die man einfach neu aufteilen könne.
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Boris Schmidt