Der Bpost-Geschäftsführer hat vor der Kammer die Zusammenarbeit mit dem chinesischen Onlinehändler Temu verteidigt. Handels- und Selbstständigenverbände warnen vor einer Flut billiger China-Waren. Bpost-Chef Chris Peeters widersprach: Eine Überschwemmung des belgischen Marktes werde es nicht geben.
Temu sehe sich selbst als große Online-Handelsplattform wie Amazon oder Bol, so Chris Peeters. Temu wolle Verbraucher mit Herstellern vernetzen, die gesuchte Produkte im Angebot hätten - und zwar ausschließlich mit europäischen Herstellern. Bei der Zusammenarbeit zwischen Bpost und Temu gehe es also um europäische Produkte für europäische Kunden, nicht um Produkte aus China.
Comeos und die Selbstständigenverbände bleiben aber skeptisch und fürchten, dass Temu die Zusammenarbeit nutzen will, um in Belgien noch stärker Fuß zu fassen. Wie wolle Bpost denn sicherstellen, dass nach einer gewissen Zeit keine chinesischen Produkte zwischen den europäischen Produkten auftauchten, so Comeos-Geschäftsführer Pascal De Greef.
Boris Schmidt