Nach mehreren Drohnensichtungen ist der Flugverkehr in Brüssel gestört. Auch am Mittwochmorgen mussten zahlreiche Flüge gestrichen werden. Laut Brussels Airport könnten am Mittwoch bis zu 16 Starts und 24 Landungen entfallen. Außerdem kommt es weiterhin zu Verspätungen.
Unbekannte Drohnen hatten am Dienstagabend und in der Nacht zum Mittwoch bereits für Chaos im belgischen Luftraum gesorgt. Am Brussels Airport in Zaventem musste zweimal hintereinander der Flugverkehr eingestellt werden, nachdem Fluggeräte über dem Areal gesichtet worden waren.
Dadurch fielen 41 Flüge aus. Etwa 1.000 Passagiere strandeten, die Hälfte von ihnen musste die Nacht am Flughafen verbringen. Ankommende Flüge wurden nach Amsterdam oder Maastricht umgleitet. Ähnliche Vorfälle gab es zeitgleich auch am Lütticher Flughafen in Bierset.
Auch wieder Drohnen über Kleine-Brogel
Auch in der Nähe des Militärflugplatzes Kleine-Brogel in Peer hatten Bürger am Dienstagabend gegen 19 Uhr sechs Drohnen gemeldet. Das teilte Bürgermeister Steven Matheï (CD&V) mit. Die lokale Polizei habe zwei Drohnen sichten können.
Ein Hubschrauber der föderalen Polizei sei angefordert worden, um die Fluggeräte zu verfolgen, erklärte der Bürgermeister.
Am vergangenen Wochenende waren schon dreimal Drohnen über dem Militärflugplatz Kleine-Brogel gesichtet worden. Auch am Militärflugplatz von Florennes gab es am Dienstag eine Drohnenmeldung.
Innenminister Bernard Quintin will eine Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates einberufen. Es forderte eine gründliche Analyse, um die richtigen Entscheidungen treffen und geeignete Maßnahmen ergreifen zu können. Am wichtigsten sei es, dass alle Flugobjekte identifiziert werden können. Dazu müssten alle Drohnen in Belgien registriert sein. Premierminister Bart De Wever ist offenbar einverstanden.
belga/dpa/soir/hln/sp